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Kandidaten-Geschichte

Nach acht Jahren Stillstand hat sich in vier Wochen mehr bewegt als davor in Jahren.

Daniel R. · Bilanzbuchhalter

Vermittelt in 4 Wochen

Daniel R., Bilanzbuchhalter

Die Ausgangslage

Ich war acht Jahre in der Buchhaltung eines Konzerns, und die Arbeit war solide, aber jeder Monat lief gleich ab: Abschluss, Reporting, wieder von vorn. Die Stelle des Teamleiters wurde in dieser Zeit zweimal extern besetzt, beim zweiten Mal habe ich es aus dem Intranet erfahren, bevor mein Chef mit mir gesprochen hat. Da wurde mir klar, dass ich dort nie den nächsten Schritt machen würde, egal wie sauber meine Abschlüsse waren. Also habe ich abends Bewerbungen geschrieben, über Monate bestimmt fünfzehn Stück, oft ohne überhaupt eine Antwort zu bekommen. Am schlimmsten war nicht die Absage, sondern die Funkstille, weil man nie erfährt, woran es lag. Irgendwann glaubst du selbst, dass mit dir etwas nicht stimmt, dabei war nur mein Lebenslauf für Fremde nicht lesbar genug.

Der Weg mit Talnovia

Beim ersten Telefonat hat mein Berater nicht nach Software-Kenntnissen gefragt, sondern danach, wie ich arbeiten will und was mich an den acht Jahren wirklich gestört hat. Das Gespräch dauerte fast eine Stunde, und am Ende konnte er meine Situation besser zusammenfassen als ich selbst. Er hat mir zwei Positionen vorgeschlagen und von einer dritten aktiv abgeraten, weil dort gerade der dritte Leiter Rechnungswesen in zwei Jahren gegangen war. Diese Ehrlichkeit hat mich überzeugt, denn eine Vermittlung um jeden Preis hätte ihm ja mehr gebracht. Vor jedem Gespräch wusste ich, wer mir gegenübersitzt, wie das Team aufgestellt ist und was beim Gehalt realistisch ist. Die Verhandlung am Ende hat Talnovia geführt, deutlich besser, als ich es mit meiner Konzern-Zurückhaltung selbst gekonnt hätte.

Was den Unterschied gemacht hat

Der eigentliche Hebel war, dass jemand meine Konzern-Erfahrung für einen Mittelständler übersetzt hat. Acht Jahre dieselbe Rolle sahen auf dem Papier nach Stillstand aus, in Wahrheit steckten darin Konzernabschlüsse, Prüfungsbegleitung und eine ERP-Umstellung. Mein Berater hat genau diese drei Punkte nach vorn gestellt und dem Geschäftsführer erklärt, warum jemand wie ich einer wachsenden Firma Struktur bringt. Allein hätte ich weiter Aufgabenlisten in Bewerbungen kopiert, statt zu erzählen, welches Problem ich löse. Dieser Perspektivwechsel hat aus fünfzehn Funkstille-Bewerbungen zwei echte Gespräche gemacht.

Heute

Ich verantworte heute die Monats- und Jahresabschlüsse eines Maschinenbau-Mittelständlers mit rund 200 Beschäftigten und kurzem Draht zur Geschäftsführung. Wenn ich eine Auswertung vorschlage, wird sie diskutiert und oft schon im nächsten Monat umgesetzt, im Konzern wäre derselbe Vorschlag in einem Gremium verschwunden. Mein Gehalt liegt rund 12.000 Euro über dem alten, zwei Tage Homeoffice sind selbstverständlich und wurden nie diskutiert. Vom ersten Gespräch bis zur Unterschrift hat es vier Wochen gedauert, nach acht Jahren Stillstand fühlte sich das fast unwirklich an. Rückblickend ärgert mich nur, dass ich den Schritt nicht zwei Jahre früher gegangen bin.

Name und Details sind zum Schutz der Beteiligten anonymisiert beziehungsweise verändert.

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