Kandidaten-Geschichte
„Raus aus dem Ticket-Hamsterrad, rein in eine IT, die ich wirklich gestalten kann.“
Tobias K. · IT-Systemadministrator
Vermittelt in 6 Wochen
KI-generiertes BildDie Ausgangslage
Ich war Systemadministrator bei einem IT-Dienstleister mit mehreren Dutzend Kunden, und gemessen wurde ich ausschließlich an geschlossenen Tickets, nicht an Qualität. Wenn ich ein Problem sauber an der Wurzel gelöst habe, statt es dreimal provisorisch zu schließen, sah meine Statistik schlechter aus als die der Kollegen. Dazu kam Rufbereitschaft fast jedes zweite Wochenende, weil ständig jemand kündigte und die Dienste auf immer weniger Leute verteilt wurden. An einem Samstag stand ich auf dem Geburtstag meiner Nichte mit dem Laptop im Flur, weil ein Kundenserver ausgefallen war, und da habe ich zum ersten Mal ernsthaft an Kündigung gedacht. Ich habe IT mal gelernt, weil ich Dinge aufbauen wollte, davon war nach fünf Jahren nichts mehr übrig. Trotzdem habe ich fast ein Jahr gezögert, weil ich Angst hatte, woanders in dasselbe Hamsterrad zu geraten.
Der Weg mit Talnovia
Im Erstgespräch hat mein Berater sofort verstanden, dass es mir nicht ums Gehalt ging, sondern um die Art der Arbeit, und er hat als Erstes gefragt, wie oft ich zuletzt ein Projekt zu Ende gebracht habe. Die Antwort war ernüchternd: keins seit zwei Jahren, nur Störungen. Er hat mir eine interne IT-Stelle bei einem Produktionsunternehmen vorgestellt, die nirgendwo ausgeschrieben war, weil die Firma zuerst im eigenen Netzwerk suchen wollte. Vor dem Interview haben wir eine halbe Stunde telefoniert und die Themen durchgesprochen, die dem IT-Leiter wichtig waren, unter anderem eine anstehende Server-Migration. Ich konnte mich also gezielt vorbereiten, statt im Gespräch zu raten, worauf es ankommt. Ich ging da rein und wusste genau, worauf ich mich einlasse, das hatte ich bei keiner Bewerbung davor.
Was den Unterschied gemacht hat
Der Hebel war der Zugang zu einer Stelle, die nie öffentlich zu sehen war. Auf den Jobbörsen hätte ich diese Position schlicht nicht gefunden, und der IT-Leiter hätte meine Bewerbung zwischen Dienstleister-Lebensläufen vermutlich aussortiert. Mein Berater kannte beide Seiten und konnte erklären, warum jemand aus dem Ticket-Geschäft für eine interne IT sogar ein Gewinn ist: wer fünf Jahre Störungen unter Druck löst, bringt eine Ruhe mit, die man nicht schulen kann. Ohne diese Einordnung wäre meine Dienstleister-Zeit ein Makel geblieben, so wurde sie zum Argument. Und die halbe Stunde Vorbereitung vor dem Gespräch hat mir die Nervosität genommen, an der frühere Interviews gescheitert waren.
Heute
Ich verantworte heute die komplette Infrastruktur eines Standorts mit 180 Leuten, von der Virtualisierung bis zur laufenden Migration in die Cloud. Die Server-Migration aus dem Vorstellungsgespräch habe ich in meinem ersten halben Jahr geplant und umgesetzt, zum ersten Mal seit Jahren wieder ein Projekt mit Anfang und Ende. Rufbereitschaft gibt es geregelt und bezahlt, etwa alle acht Wochen, und mein Kalender gehört wieder mir. Wenn heute ein Ticket aufschlägt, frage ich nach der Ursache, nicht nach der schnellsten Art, es zu schließen. Genau diese Arbeitsweise wollte ich zurück, und dafür haben sich die sechs Wochen Wechselprozess mehr als gelohnt.
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