Kandidaten-Geschichte
„Nach der Elternzeit wollte man mir weniger zutrauen als vorher. Talnovia hat das Gegenteil bewiesen.“
Sarah M. · Controllerin
Vermittelt in 5 Wochen, 4-Tage-Modell

Die Ausgangslage
Nach vierzehn Monaten Elternzeit bekam ich in meiner alten Firma zwar formal meine Stelle zurück, aber die spannenden Projekte liefen plötzlich ohne mich. Die Forecast-Verantwortung, die ich fünf Jahre aufgebaut hatte, lag jetzt bei einem Kollegen, und ich sollte ihm zuarbeiten. Als ich 32 Stunden beantragte, sagte mir mein Abteilungsleiter in einem Nebensatz, Controlling gehe nun mal nur in Vollzeit, Teilzeit passe eher zu einer Assistenzrolle. Dieser eine Satz hat mich wochenlang verfolgt, weil er so beiläufig kam und so endgültig klang. Ich hatte das Gefühl, mich für dieselbe Arbeit doppelt beweisen zu müssen, und habe an manchen Abenden ernsthaft überlegt, ganz aus dem Beruf zu gehen. Gleichzeitig wusste ich, dass ich fachlich nichts verlernt hatte, ich brauchte nur einen Arbeitgeber, der das genauso sah.
Der Weg mit Talnovia
Meine Beraterin hat meine Situation vom ersten Gespräch an nicht als Problem behandelt, sondern als Suchkriterium: gesucht war ein Arbeitgeber, für den 32 Stunden mit voller Verantwortung normal sind. Sie hat mir offen gesagt, dass das die Auswahl verkleinert, aber jede verbleibende Option dafür ernst gemeint ist. Statt mich auf ausgeschriebene Vollzeitstellen zu schicken, hat sie gezielt Unternehmen angesprochen, in denen bereits Führungskräfte in Teilzeit arbeiten, das ließ sich nämlich überprüfen. Zwei Wochen später hatte ich zwei Gespräche, beide direkt mit Entscheidern. In keinem der Gespräche musste ich meine Elternzeit rechtfertigen, einmal fragte der kaufmännische Leiter stattdessen, wie schnell ich seine Kostenstellenstruktur aufräumen könnte. Das war der Moment, in dem ich gemerkt habe, dass ich wieder als Controllerin gesehen werde und nicht als Risiko.
Was den Unterschied gemacht hat
Entscheidend war, die Suchrichtung umzudrehen: nicht ich musste zu ausgeschriebenen Stellen passen, sondern die Arbeitgeber zu meinem Modell. Meine Beraterin hat vorab geprüft, wo reduzierte Stunden mit echter Verantwortung schon gelebt werden, statt auf wohlwollende Formulierungen in Anzeigen zu vertrauen. Dadurch habe ich meine Energie nur in Gespräche gesteckt, die von vornherein eine echte Chance hatten. Vorher hatte ich Monate damit verbracht, mich bei Unternehmen zu erklären, die Teilzeit nie ernsthaft wollten. Der Unterschied lag also nicht in mir, sondern in der Vorauswahl.
Heute
Ich bin Senior Controllerin bei einem Handelsunternehmen, arbeite vier Tage die Woche und verantworte das komplette Vertriebscontrolling inklusive einer Werkstudentin, die ich führe. Mein Stundensatz liegt höher als vor der Elternzeit, und die Freitage gehören meiner Tochter, ohne dass ich dafür ein schlechtes Gewissen haben muss. In Meetings sitze ich am Tisch der Entscheider, nicht im Zuarbeiter-Status, den man mir vorher zugedacht hatte. Der ganze Prozess hat fünf Wochen gedauert, und ich musste mich kein einziges Mal rechtfertigen. Heute weiß ich, dass nicht mein Lebenslauf das Problem war, sondern der Ort, an dem ich ihn vorgelegt habe.
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