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Kandidaten-Geschichte

Als mein Arbeitgeber wackelte, hatte ich in fünf Wochen einen sicheren neuen Platz.

Matthias L. · Konstruktionsingenieur

Vermittelt in 5 Wochen, diskret neben dem Job

Matthias L., Konstruktionsingenieur

Die Ausgangslage

Mein Arbeitgeber steckte tief in der Krise: erst Kurzarbeit, dann Gerüchte über Stellenabbau, die sich in der Kantine schneller verbreiteten als jede offizielle Mitteilung. Ich habe zwei Kinder, ein Haus mit laufendem Kredit und wollte nicht warten, bis die Kündigung kommt und ich mit hunderten Kollegen gleichzeitig auf den Markt gedrängt werde. Nachts habe ich durchgerechnet, wie lange unsere Rücklagen reichen würden, das waren keine schönen Rechnungen. Gleichzeitig durfte niemand von meiner Suche erfahren, die Maschinenbau-Branche in unserer Region ist klein, man kennt sich von Messen und Lieferantenterminen. Eine offene Bewerbung über ein Jobportal wäre mir zu riskant gewesen, ein einziger Anruf beim falschen Bekannten hätte gereicht. Also habe ich monatelang gar nichts getan, was die Anspannung nur schlimmer machte.

Der Weg mit Talnovia

Diskretion war von Anfang an Teil der Abmachung, nicht nur ein Versprechen: mein Profil ging anonymisiert und ausschließlich nach meiner ausdrücklichen Freigabe an konkrete, vorher genannte Unternehmen. Bei einem Namen auf der Liste habe ich abgewunken, weil der Geschäftsführer mit meinem Chef befreundet ist, und das wurde ohne Nachfrage akzeptiert. Gespräche wurden auf frühe Abende gelegt, damit ich mir keine auffälligen Urlaubstage nehmen musste. Mein Berater kannte die Maschinenbauer der Region und wusste, wer trotz Konjunktur stabil dasteht und einbaut statt abbaut, diese Einschätzung hätte ich von außen nie treffen können. Beim zweiten Unternehmen passte alles, und zwischen Erstgespräch und Vertragsangebot lagen keine drei Wochen. Die ganze Zeit über wusste in meiner Firma niemand etwas.

Was den Unterschied gemacht hat

Der entscheidende Hebel war, handeln zu können, ohne mich zu exponieren. Was mich monatelang gelähmt hatte, war ja nicht die Angst vor dem Wechsel, sondern die Angst, bei der Suche aufzufliegen. Sobald klar war, dass mein Name erst nach meiner Freigabe fällt und ich jedes Unternehmen vorab sehe, war diese Blockade weg und ich konnte parallel zum Job aktiv werden. Dazu kam das Branchenwissen: die Unterscheidung zwischen Firmen, die nur noch gut aussehen, und Firmen, die wirklich stabil sind, macht bei einem Wechsel in unsicheren Zeiten alles aus. Ich habe nicht einfach eine neue Stelle gesucht, sondern eine, die auch in fünf Jahren noch existiert.

Heute

Ich konstruiere heute Sondermaschinen bei einem Familienunternehmen, das seit Jahren wächst, in mein Fachgebiet investiert und gerade zwei weitere Konstrukteure eingestellt hat. Gekündigt habe ich erst, als der neue Vertrag unterschrieben in meiner Tasche lag, keinen Tag früher. Mein alter Arbeitgeber hat ein halbes Jahr später tatsächlich Stellen abgebaut, auch in meiner früheren Abteilung, und ich war da längst in Sicherheit. Fünf Wochen nach dem ersten Telefonat war alles in trockenen Tüchern, ohne dass je etwas durchgesickert ist. Das Wichtigste für mich: Ich habe aus einer Position der Stärke gewechselt, nicht aus der Not heraus, und das hat man auch beim Gehalt gemerkt.

Name und Details sind zum Schutz der Beteiligten anonymisiert beziehungsweise verändert.

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