Kandidaten-Geschichte
„Ich wollte nicht mehr Papierordner schleppen, sondern lernen. Jetzt zahlt meine Kanzlei sogar die Fortbildung.“
Lisa T. · Steuerfachangestellte
Vermittelt in 3 Wochen

Die Ausgangslage
Meine Ausbildungskanzlei war herzlich, aber stehen geblieben: Pendelordner, Belege in Papier, DATEV nur zum Buchen, und jeder Handgriff lief so wie vor fünfzehn Jahren. In der Berufsschule hatten wir von digitalen Belegprozessen gehört, bei uns habe ich montags Ordner von Mandanten entgegengenommen und freitags zurückgetragen. Als ich nach der Fortbildung zur Steuerfachwirtin fragte, kam die Antwort zwischen Tür und Angel: das brauche man hier nicht, die Mandanten seien ja zufrieden. Ich mochte meine Chefin wirklich, und genau das machte die Entscheidung so schwer, es fühlte sich wie Verrat an. Aber mir war klar, dass ich mit Mitte 20 in fünf Jahren fachlich abgehängt bin, wenn ich bleibe. Eine Freundin aus der Berufsschulklasse erzählte von völlig anderem Arbeiten in ihrer Kanzlei, und dieser Vergleich hat mich am Ende zum Handeln gebracht.
Der Weg mit Talnovia
Meine Beraterin kannte die Kanzleien der Umgebung erstaunlich genau und wusste, welche wirklich digital arbeiten und welche es nur in die Stellenanzeige schreiben, diese Unterscheidung hätte ich von außen nie treffen können. Sie hat mir erklärt, woran man den Unterschied erkennt: ob Mandanten Belege hochladen, ob es feste Fortbildungsbudgets gibt und wie alt die jüngste Prozessumstellung ist. Für die zwei Kanzleien, die sie mir vorstellte, hat sie vorab geklärt, wie dort Fortbildung konkret geregelt ist, mit Kostenübernahme und Freistellung, nicht nur mit wohlwollender Duldung. Im ersten Gespräch hat mir die Kanzleileiterin ihre Prozesse am Bildschirm gezeigt, statt mir nur davon zu erzählen. Da wusste ich innerhalb von zehn Minuten, dass ich hier richtig bin. Drei Wochen nach dem ersten Telefonat hatte ich den Vertrag, und das Gespräch mit meiner alten Chefin war dann weniger schlimm als befürchtet, sie hat es sogar verstanden.
Was den Unterschied gemacht hat
Der Hebel war, dass jemand die Behauptungen der Kanzleien vorab überprüft hat. Digital und fortbildungsfreundlich schreibt sich jede zweite Kanzlei in die Anzeige, und als Bewerberin merkst du erst nach der Probezeit, was davon stimmt. Dass Kostenübernahme und Freistellung für die Steuerfachwirtin schon vor meinem ersten Gespräch geklärt waren, hat die Verhandlung umgedreht: ich musste nicht um etwas bitten, es war Teil des Angebots. Und der Rat, mir die Prozesse zeigen zu lassen statt sie mir beschreiben zu lassen, war Gold wert. Wer nichts zu zeigen hat, redet nur.
Heute
Meine neue Kanzlei arbeitet komplett digital, Mandanten laden Belege hoch, und meine Zeit fließt in Auswertungen und Mandantengespräche statt in Ordnertransporte. Die Fortbildung zur Steuerfachwirtin läuft seit einem halben Jahr, die Kanzlei übernimmt die Kosten und stellt mich für die Lehrgangstage frei, so wie es vorab zugesagt war. Mein Gehalt ist gestiegen, aber ehrlich gesagt war das für mich der kleinste Teil, wichtiger ist, dass ich jeden Monat etwas lerne. Nach der Prüfung ist bereits besprochen, dass ich eigene Mandate übernehme. Genau die Perspektive, die mir vorher gefehlt hat, und der Abschied aus der alten Kanzlei hat unserem Verhältnis nicht geschadet, wir grüßen uns noch herzlich.
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