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Kunden-Geschichte

Mitten in der Transformation brauchten wir Leute, die andere längst abgeschrieben hatten.

Automobilzulieferer, Ostwestfalen · Serienfertigung, 500 Mitarbeitende

3 Einstellungen in 12 Wochen

Automobilzulieferer, Ostwestfalen, Serienfertigung, 500 Mitarbeitende

Die Ausgangslage

Mit der Umstellung auf neue Fertigungslinien stieg die Komplexität der Instandhaltung sprunghaft: mehr Robotik, mehr Sensorik, weniger klassische Mechanik. Der langjährige Leiter ging in den Ruhestand, und sein Erfahrungswissen über die Altanlagen ging weitgehend mit ihm, weil die Übergabe nie strukturiert geplant worden war. Zwei Mechatroniker wechselten fast zeitgleich zu einem Werk in der Nachbarschaft, das mit Wechselprämien warb, und im verbliebenen Team machte das Wort von der sinkenden Zukunftsfähigkeit des Standorts die Runde. Die Anlagenverfügbarkeit wurde zum täglichen Thema in der Geschäftsleitung, weil ungeplante Stillstände in der Serienfertigung direkt auf die Liefertreue durchschlagen. Eigene Anzeigen konkurrierten sichtbar erfolglos gegen die Prämien des Nachbarwerks. Die Befürchtung war real, dass die Transformation an der Instandhaltung scheitert, nicht an der Technik.

Die Zusammenarbeit

Talnovia hat die Leitungsposition über Direktansprache in Werken gesucht, die eine vergleichbare Linienumstellung bereits hinter sich hatten, denn wer so eine Transformation einmal durchgestanden hat, erkennt die Fallstricke, bevor sie teuer werden. Im Briefing wurde dafür präzise definiert, welche Anlagengeneration und welche Umstellungserfahrung zählt, statt pauschal Führungserfahrung zu fordern. Für die Mechatroniker wurde bewusst nicht über Prämien konkurriert, sondern über Inhalte: Arbeit an der neuesten Anlagengeneration, ein festes Weiterbildungsbudget für Robotik-Zertifikate und planbare Schichten mit verlässlichem Rotationsmodell. Diese Argumente wurden in den Gesprächen konkret belegt, mit Schulungsplan und Schichtkalender, nicht als Broschürenversprechen. Alle Gespräche liefen innerhalb von zwei Wochen nach Profilfreigabe, mit gebündelten Terminen, damit die Kandidaten nicht zwischen den Runden vom Nachbarwerk abgefangen werden. Die Geschäftsleitung hatte einen festen wöchentlichen Slot für Entscheidungen reserviert, sodass kein Angebot am Kalender scheiterte.

Was den Unterschied gemacht hat

Der Hebel war der Verzicht auf den Prämienwettbewerb zugunsten eines Angebots, das der Wettbewerber strukturell nicht kopieren konnte: die Kombination aus neuester Anlagentechnik, bezahlter Weiterbildung und planbaren Schichten. Eine Wechselprämie ist nach einem Jahr ausgegeben, ein Robotik-Zertifikat und ein verlässlicher Dienstplan wirken dauerhaft, und genau so wurde es den Kandidaten vorgerechnet. Bei der Leitungsrolle war die präzise Definition der Transformationserfahrung entscheidend, denn sie machte aus einem breiten, umkämpften Suchfeld ein schmales, in dem der Standort attraktiv war.

Das Ergebnis

Der neue Instandhaltungsleiter brachte Erfahrung aus genau der Anlagengeneration mit, die eingeführt wurde, und richtete in den ersten Monaten eine vorausschauende Wartungsplanung ein, die es vorher nicht gab. Beide Mechatroniker-Stellen wurden trotz des Prämienwettbewerbs nebenan besetzt, einer der beiden kam sogar aus dem Umfeld des werbenden Nachbarwerks. Die ungeplanten Stillstände sind seit dem ersten vollen Quartal messbar zurückgegangen, und die Liefertreue ist aus den Eskalationsrunden der Geschäftsleitung verschwunden. Im Bestandsteam hat sich die Stimmung gedreht, seit sichtbar in Weiterbildung investiert wird, zwei eigene Leute durchlaufen inzwischen die Robotik-Schulungen. Die Rede von der sinkenden Zukunftsfähigkeit des Standorts ist verstummt.

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