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Kunden-Geschichte

Drei Fachkräfte in einem Markt, in dem sich Kanzleien gegenseitig die Leute abwerben.

Steuerkanzlei, Köln · 35 Mitarbeitende, vier Berufsträger

3 Einstellungen in 10 Wochen

Steuerkanzlei, Köln, 35 Mitarbeitende, vier Berufsträger

Die Ausgangslage

Die Kanzlei wuchs über Empfehlungen schneller, als das Team es tragen konnte, und musste erstmals neue Mandate ablehnen. Auf Anzeigen für Steuerfachangestellte kam über ein Jahr praktisch nichts, denn der Markt ist leergefegt und die großen Gesellschaften werben mit Wechselprämien und Homeoffice-Versprechen. Zwei Versuche mit einer Anzeigenagentur und bezahlten Social-Media-Kampagnen brachten Klicks, aber keine einzige qualifizierte Bewerbung. Mandate mussten intern umverteilt werden, die Abgabefristen wurden nur mit Überstunden gehalten, und im Team wuchs die Sorge, dass die nächste Kündigung das Gefüge kippt. Die Partner hatten das Thema Recruiting nebenbei mitgemacht, ohne Zeit und ohne Marktüberblick. Was der Kanzlei fehlte, war weniger Reichweite als eine Antwort auf die Frage, warum jemand ausgerechnet hierher wechseln sollte.

Die Zusammenarbeit

Talnovia kennt das Kanzleiumfeld und hat im Briefing zuerst herausgearbeitet, was die Kanzlei von den Abwerbern real unterscheidet: durchgängig digitale Prozesse, feste Mandantenteams statt anonymer Poolarbeit und Teilzeitmodelle, die auch in der Fristenzeit gelten. Diese Punkte wurden nicht behauptet, sondern mit konkreten Beispielen aus dem Kanzleialltag belegt, die in jedem Kandidatengespräch nachprüfbar waren. Gesucht wurde bewusst auch dort, wo andere nicht suchen: bei Fachkräften, die in Industrie und Konzernbuchhaltung gewechselt waren und den Kanzleialltag vermissten, sowie bei Teilzeitkräften, denen anderswo starre Modelle im Weg standen. Jedes Profil kam mit einer klaren Empfehlung und einer Gehaltsindikation, damit es im Gespräch keine Überraschungen gibt. Die Partner führten pro Stelle nur noch zwei bis drei Gespräche, der Rest war vorqualifiziert. Zwischen Erstkontakt und Vertragsangebot lagen im Schnitt gut drei Wochen.

Was den Unterschied gemacht hat

Der Hebel war die Rückkehrer-Zielgruppe. Während der gesamte Markt um die kleine Gruppe wechselwilliger Kanzleimitarbeiter kämpft, blieb die Gruppe derer unbeachtet, die die Branche verlassen hatten und unter besseren Bedingungen zurückkommen würden. Für diese Zielgruppe waren die digitalen Prozesse und die verlässlichen Teilzeitmodelle der Kanzlei genau das Argument, das beim ersten Weggang gefehlt hatte. Statt im härtesten Segment mitzubieten, hat die Kanzlei einen Teilmarkt besetzt, in dem sie praktisch ohne Wettbewerb war.

Das Ergebnis

Innerhalb von zehn Wochen kamen drei Einstellungen zustande: zwei Steuerfachangestellte und eine Bilanzbuchhalterin, die aus einem Konzern in die Kanzlei zurückkehrte. Alle drei Positionen wurden ohne eine einzige Anzeige besetzt, die laufenden Anzeigenbudgets wurden gestrichen. Die Kanzlei nimmt wieder neue Mandate an und hat die Fristenzeit erstmals seit Jahren ohne Wochenendarbeit geschafft. Die Rückkehrerin hat inzwischen die fachliche Anleitung zweier Auszubildender übernommen. Die nächste Einstellung plant die Kanzlei halbjährlich fest mit Talnovia, bevor die Not wieder groß wird.

Name und Details sind zum Schutz der Beteiligten anonymisiert beziehungsweise verändert.

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