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Kunden-Geschichte

Ohne den neuen Meister hätten wir Aufträge ablehnen müssen. Jetzt bauen wir ein zweites Team auf.

Elektrotechnik-Betrieb, Bergisches Land · Gebäude- und Industrietechnik, 70 Mitarbeitende

Meister + 2 Servicetechniker in 10 Wochen

Elektrotechnik-Betrieb, Bergisches Land, Gebäude- und Industrietechnik, 70 Mitarbeitende

Die Ausgangslage

Der Betrieb hätte Aufträge für ein zweites Montageteam gehabt, der Auftragsbestand reichte rechnerisch weit ins Folgejahr, aber ohne verantwortlichen Meister ließ sich das Team weder aufbauen noch anmelden. Anfragen von Stammkunden mussten vertröstet werden, und einzelne wanderten bereits zu Wettbewerbern ab. Der eigene Nachwuchs war noch Jahre von der Meisterprüfung entfernt, eine Übergangslösung über einen externen Konzessionsträger kam für den Inhaber aus Haftungsgründen nicht in Frage. Anzeigen liefen seit Monaten ins Leere, denn wer den Meistertitel hat, macht sich häufig selbstständig oder geht in die Industrie, wo die Gehälter für das Handwerk kaum zu schlagen sind. Zwei Gespräche mit selbstständigen Meistern aus dem Bekanntenkreis des Inhabers zerschlugen sich, weil keiner sein eigenes Geschäft aufgeben wollte. Das Wachstum des Betriebs hing an einer einzigen Personalie fest.

Die Zusammenarbeit

Talnovia hat die Blickrichtung im Briefing umgedreht: Statt gegen Industriegehälter und Selbstständigkeit zu konkurrieren, wurden gezielt Meister angesprochen, die den Schritt in die Industrie bereits gemacht hatten und dort mit Schichtarbeit, Anonymität und reiner Anlagenbetreuung unglücklich waren. Für diese Zielgruppe wurde das Angebot des Betriebs geschärft: geregelte Tage ohne Schicht, ein eigenes Team mit echtem Gestaltungsspielraum, Kundenkontakt statt Konzernhierarchie und eine Beteiligung am Teamergebnis, damit der Gehaltsabstand zur Industrie nicht zur Absagegrund wird. Diese Punkte kamen in jedem Erstgespräch konkret auf den Tisch, inklusive der ehrlichen Ansage, dass das Grundgehalt unter Industrieniveau liegt. Parallel wurden zwei Servicetechniker für das neue Team gesucht, damit der Meister nicht vor einer leeren Mannschaft steht und der Teamstart nicht an der zweiten Reihe scheitert. Die Gespräche liefen abends und samstags, der Inhaber führte sie persönlich, was bei allen Finalisten den Ausschlag gab.

Was den Unterschied gemacht hat

Der Hebel war die Umkehr der Abwanderungsrichtung: Statt zu beklagen, dass Meister in die Industrie gehen, wurde genau dort gesucht, bei denen, die den Tausch von Gestaltungsfreiheit gegen Gehalt bereuen. Für diese Gruppe war das Angebot des Betriebs kein Abstieg, sondern die Korrektur einer Entscheidung, und die Ergebnisbeteiligung machte die Gehaltslücke verhandelbar. Entscheidend war zudem, das ganze Team gleichzeitig zu suchen: Ein Meister, der ein fertiges Startteam vorfindet, sagt leichter zu als einer, der bei null anfangen soll.

Das Ergebnis

Der neue Meister kam nach zehn Wochen aus einem Industriebetrieb, die beiden Servicetechniker starteten im selben Monat, sodass das zweite Montageteam vom ersten Tag an arbeitsfähig war. Die vertrösteten Stammkunden wurden noch im selben Quartal bedient, das Team ist seit dem ersten Quartal ausgelastet. Die Ergebnisbeteiligung zeigt Wirkung: Der Meister kalkuliert seine Baustellen mit, als wären es seine eigenen. Der Betrieb hat seinen Umsatzplan für das Jahr nach oben korrigiert und bildet erstmals mit dem Ziel aus, den nächsten Meister aus den eigenen Reihen zu entwickeln. Die Personalie, an der das Wachstum hing, ist heute der Motor des Wachstums.

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