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Kunden-Geschichte

Die Pflegedienstleitung war ein Jahr vakant. Talnovia hat sie besetzt und die Lücke bis dahin überbrückt.

Pflegeträger, Rheinland · Drei Senioreneinrichtungen, 400 Mitarbeitende

Interim nach 2 Wochen, Festbesetzung in 11 Wochen

Pflegeträger, Rheinland, Drei Senioreneinrichtungen, 400 Mitarbeitende

Die Ausgangslage

Die Pflegedienstleitung einer der drei Einrichtungen war fast ein Jahr unbesetzt, die Aufgaben verteilten sich auf Wohnbereichsleitungen, die dafür weder qualifiziert noch vorgesehen waren und ihre eigentliche Arbeit liegen lassen mussten. Die Heimaufsicht hatte die Situation bereits schriftlich angemerkt, und ohne PDL konnten Betten nicht voll belegt werden, was jede Woche real Geld kostete. Zwei eigene Anzeigenrunden und eine Beratung hatten in dem Jahr insgesamt drei Kandidaten gebracht, von denen keiner die Voraussetzungen vollständig erfüllte. Im Team wuchs die Erschöpfung, erste Pflegekräfte deuteten Wechselabsichten an, weil Dienstplanung und Rückendeckung fehlten. Der Träger steckte in der Zwickmühle: Unter diesem Druck schnell irgendjemanden einzustellen hätte das nächste Problem geschaffen, weiter zu warten aber auch. Die Vakanz war längst kein Personalthema mehr, sondern ein Betriebsrisiko.

Die Zusammenarbeit

Talnovia hat im Briefing vorgeschlagen, das Zeitproblem und das Auswahlproblem zu trennen und zweigleisig zu arbeiten. Innerhalb von zwei Wochen startete eine erfahrene Interims-PDL im Contracting-Modell, mit einem klar umrissenen Auftrag: Dienstplanung stabilisieren, Pflegedokumentation auf Stand bringen und die Wohnbereichsleitungen von den fachfremden Aufgaben entlasten. Die Anmerkungen der Heimaufsicht wurden systematisch abgearbeitet und der Fortschritt dokumentiert. Parallel lief die Suche nach der festen Besetzung, gezielt unter stellvertretenden PDLs der Region, die den nächsten Karriereschritt suchten, aber bei einem kriselnden Haus nie von selbst angeklopft hätten. Dass eine Interimskraft den Betrieb bereits stabilisierte, wurde in den Gesprächen offen kommuniziert und nahm den Kandidaten die Sorge, in ein brennendes Haus zu kommen. Der Träger konnte in Ruhe auswählen, weil die Einrichtung handlungsfähig war und kein Kandidat mehr aus purer Not genommen werden musste.

Was den Unterschied gemacht hat

Der Hebel war die Entkopplung von Soforthilfe und Besetzungsentscheidung. Die Interimslösung kaufte dem Träger die Zeit, die eine gute Führungsentscheidung braucht, und machte die Stelle gleichzeitig attraktiver: Die feste Nachfolge übernahm eine geordnete Einrichtung mit sauberer Dokumentation statt einer Dauerbaustelle. Ohne diese Brücke hätte der Druck der Heimaufsicht und der Belegungszahlen fast zwangsläufig zu einer Verlegenheitsbesetzung geführt, deren Scheitern die nächste einjährige Vakanz eingeleitet hätte.

Das Ergebnis

Nach elf Wochen unterschrieb die neue Pflegedienstleitung, eine bisherige Stellvertreterin aus der Region in ihrer ersten eigenen Leitungsrolle. Die Übergabe von der Interimskraft dauerte zwei gemeinsame Wochen, in denen Dienstpläne, Dokumentationsstand und die offenen Punkte der Heimaufsicht strukturiert übergeben wurden, ein Luxus, den kaltstartende Führungskräfte nie haben. Die Einrichtung ist wieder voll belegt, die Wohnbereichsleitungen sind zurück in ihren Rollen, und die angedeuteten Kündigungen im Pflegeteam blieben aus. Die Heimaufsicht hat die Beanstandungen als erledigt geschlossen. Das Interims-Modell ist beim Träger heute fester Teil der Notfallplanung für alle drei Einrichtungen.

Name und Details sind zum Schutz der Beteiligten anonymisiert beziehungsweise verändert.

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