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Kandidaten-Geschichte

„Ich war vom Fahrer zum Disponenten aufgestiegen und wurde immer noch bezahlt wie ein Aufsteiger. Das hat sich in einem Gespräch geändert.“

Dennis A. · Disponent Nah- und Fernverkehr

Vermittelt in 4 Wochen

Dennis A., Disponent Nah- und FernverkehrKI-generiertes Bild

Die Ausgangslage

Ich bin sieben Jahre selbst gefahren, bevor mich mein Chef ins Büro geholt hat, weil ich die Touren ohnehin im Kopf besser plante als das Programm. Das war ein Riesenschritt, und ich war dankbar dafür, vielleicht zu dankbar. Als Disponent hatte ich irgendwann 35 Fahrzeuge, das Telefon lief von sechs Uhr früh bis nach sieben abends, und wenn ein Fahrer krank war, bin ich am Wochenende auch mal selbst eingesprungen. Mein Gehalt war aber noch das aus der Anfangszeit plus ein paar kleine Erhöhungen. Bei jedem Versuch, darüber zu reden, hieß es, ich solle nicht vergessen, wo ich herkomme. Irgendwann habe ich auf einem Branchentreffen mitbekommen, was andere Disponenten verdienen, und bin schweigend nach Hause gefahren.

Der Weg mit Talnovia

Ich hatte vorher nie mit einer Personalberatung gesprochen und dachte, ohne Studium oder kaufmännische Ausbildung interessiert sich da keiner für mich. Mein Berater sah das genau umgekehrt: Disponenten, die selbst gefahren sind, würden die Fahrer ernst nehmen, und darauf achten gute Speditionen inzwischen sehr genau. Er hat mit mir durchgesprochen, was ich tatsächlich verantworte, also Fahrzeuganzahl, Kunden, Lenk- und Ruhezeiten, Ladungssicherung und die Absprachen mit den Werkstätten. Dann hat er mir eine Spedition vorgestellt, die Kühlverkehre für Lebensmittelhändler fährt und einen zweiten Disponenten suchte. Das Vorstellungsgespräch war mit dem Inhaber und dem Fuhrparkleiter, und nach zwanzig Minuten haben wir über Routen durchs Emsland geredet statt über meinen Lebenslauf. Die Gehaltsverhandlung hat mein Berater geführt, und ich habe die Zahl zuerst für einen Tippfehler gehalten.

Was den Unterschied gemacht hat

Der Hebel war, dass jemand von außen meinen Marktwert benannt hat, ohne meine Herkunft als Rabatt zu verbuchen. Ich hätte mich allein mit einer kleinen Erhöhung zufriedengegeben, weil ich das Verhandeln nie gelernt habe und mir mein alter Chef jahrelang das Gefühl gegeben hat, ich schulde ihm etwas. Mein Berater hat meine Fahrerjahre als Qualifikation behandelt, nicht als Makel, und genau so hat er sie auch dem Inhaber verkauft. Dass ich weiß, wie sich eine unrealistische Tour am Steuer anfühlt, war am Ende das stärkste Argument im ganzen Gespräch. Ohne diese Übersetzung hätte ich mich wieder unter Wert beworben.

Heute

Ich disponiere heute 28 Kühlfahrzeuge im Team mit einer Kollegin, wir teilen uns Früh und Spät, und am Wochenende gibt es eine klare Bereitschaftsregelung. Mein Gehalt liegt rund 9.000 Euro im Jahr über dem alten, dazu kommt ein Zuschlag für die Bereitschaft. Die Fahrer rufen mich an, wenn eine Rampe wieder mal nicht frei ist, und ich kann ihnen sagen, dass ich das kenne, und sie glauben es mir. Vier Wochen vom ersten Telefonat bis zur Unterschrift, und mein alter Chef hat bei der Kündigung zum ersten Mal über Geld reden wollen. Da war es zu spät.

Nachgefragt

Was hat Sie beim ersten Anruf von Talnovia skeptisch gemacht?
Ich dachte, die wollen mich irgendwo unterbringen, wo sonst keiner hinwill. Nach zehn Minuten war klar, dass mein Berater die Branche kennt und genau wusste, was ein Disponent den ganzen Tag macht.
Wie war das Gespräch mit Ihrem alten Chef?
Unangenehm, aber fair am Ende. Er hat zugegeben, dass er das Thema Gehalt zu lange vor sich hergeschoben hat.
Setzen Sie sich heute noch manchmal selbst ans Steuer?
Nur privat mit dem Wohnmobil. Aber einmal im Quartal fahre ich eine Tour als Beifahrer mit, damit ich weiß, wovon ich am Telefon rede.

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