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Gehalt & Bewerbung

Variable Vergütung

Variable Vergütung ist der Teil des Gehalts, der an Leistung, Ziele oder den Unternehmenserfolg gekoppelt ist und daher schwanken kann.

Variable Vergütung ist der Gehaltsanteil, dessen Höhe nicht fest zugesagt ist, sondern von messbaren Ergebnissen abhängt. Typische Formen sind die Provision im Vertrieb, ein Zielbonus nach Jahresvereinbarung, eine Gewinnbeteiligung oder die Tantieme für Führungskräfte. Der feste Anteil sichert das Grundeinkommen, der variable belohnt gute Ergebnisse. Wie hoch der variable Teil ausfällt, steht meist in einer eigenen Zielvereinbarung neben dem Arbeitsvertrag.

Entscheidend ist, wie erreichbar die Ziele sind und wer sie festlegt. Ein Bonus, der nur bei Bestwerten ausgezahlt wird, ist rechnerisch wertvoll, praktisch aber oft kaum zu holen. Sinnvoll sind klare, beeinflussbare Kennzahlen und ein Auszahlungsplan, der auch Teilziele honoriert. Bei der Gehaltsverhandlung sollte man deshalb nicht nach der maximalen Zielprämie fragen, sondern nach dem Betrag, der bei normaler Zielerreichung realistisch ankommt.

Für den Vergleich zweier Angebote zählt das erwartete Gesamtgehalt, nicht die Maximalzahl auf dem Papier. Ein Grundgehalt von 45.000 Euro plus realistischen 5.000 Euro Bonus schlägt ein Paket, das mit 60.000 wirbt, aber nur bei kaum erreichbaren Zielen dorthin kommt. Wichtig ist auch, ob der variable Teil garantiert oder freiwillig ist und was bei Krankheit, Elternzeit oder einem schwachen Geschäftsjahr damit passiert. Diese Fragen gehören vor der Unterschrift geklärt, nicht danach.

Häufige Fragen zu Variable Vergütung

Was ist der Unterschied zwischen Bonus und Provision?

Eine Provision ist ein prozentualer Anteil an konkreten Umsätzen oder Abschlüssen und fällt laufend an. Ein Bonus wird meist einmal im Jahr für das Erreichen vorher vereinbarter Ziele gezahlt und kann auch von weichen Faktoren abhängen.

Ist variable Vergütung im Krankheitsfall abgesichert?

Das hängt von der Vereinbarung ab. Oft wird der variable Teil anteilig oder nach Durchschnittswerten fortgezahlt, manchmal aber auch gekürzt. Ein Blick in Arbeitsvertrag und Zielvereinbarung schafft Klarheit.

Wie hoch sollte der variable Anteil sein?

Eine feste Regel gibt es nicht. Im Vertrieb sind höhere variable Anteile üblich, in vielen Fachfunktionen liegt der Bonus eher bei zehn bis zwanzig Prozent des Jahresgehalts. Wichtiger als die Quote ist, ob die Ziele fair und erreichbar sind.

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