Kunden-Geschichte
„Wir haben Planer gesucht und Leute von der Baustelle eingestellt. Das war die beste Entscheidung des Jahres.“
Ingenieurbüro für Haustechnik, Region Stuttgart · TGA-Planung, 45 Mitarbeitende
2 Einstellungen in 9 Wochen
KI-generiertes BildDie Ausgangslage
Das Büro plante Heizung, Lüftung und Sanitär für öffentliche Auftraggeber und hatte mit der Umrüstung kommunaler Gebäude auf Wärmepumpen mehr Arbeit als je zuvor. Zwei Planerstellen waren seit über einem halben Jahr offen. Die Projektleiter zeichneten abends selbst, und zwei Ausschreibungen für Schulsanierungen ließ die Geschäftsführung ungenutzt verstreichen, weil niemand die Planung hätte übernehmen können. Auf die Anzeigen meldeten sich vor allem Absolventen ohne Praxis oder Bewerber aus der Elektroplanung. Gefordert war ein Studium der Versorgungstechnik plus mehrere Jahre Erfahrung mit der eingesetzten Planungssoftware, eine Kombination, die in der Region praktisch jeder Wettbewerber ebenfalls suchte. Die Stimmung im Team kippte langsam, weil die Überstunden kein Ende nahmen.
Die Zusammenarbeit
Talnovia hat im Briefing mit den Projektleitern besprochen, welche Fehler in Planungen am meisten Nacharbeit verursachen. Die Antwort kam schnell: Leitungswege, die auf dem Papier funktionieren und auf der Baustelle nicht. Daraus entstand die Idee, gezielt Techniker und Meister aus dem Anlagenbau und aus SHK-Fachbetrieben anzusprechen, die jahrelang nach fremden Plänen gebaut hatten und den Schritt ins Büro suchten. Viele von ihnen waren den Notdienst und die körperliche Arbeit leid, kamen aber mit dem Handwerkszeug der Planung noch nicht in Berührung. Deshalb wurde die Softwareerfahrung aus dem Profil gestrichen und durch ein Angebot ersetzt: bezahlte Schulung, ein fester Mentor aus dem Team und zwei Projekte zum Einstieg. Die ersten Profile lagen nach einer Woche vor, jedes mit einer Einschätzung, wie lange die Einarbeitung realistisch dauern würde.
Was den Unterschied gemacht hat
Der Hebel war der Seitenwechsel als Zielgruppe. Während das ganze Umland um dieselben erfahrenen Planer konkurrierte, lag ein zweiter Markt offen: Fachleute der ausführenden Seite, die das Gewerk von innen kennen und nur die Software lernen müssen. Software lässt sich in Wochen vermitteln, Baustellenerfahrung nicht. Dass das Büro die Einarbeitung als festes Angebot formulierte statt als stille Hoffnung, hat bei den Kandidaten den Ausschlag gegeben.
Das Ergebnis
Nach neun Wochen waren beide Stellen besetzt: ein staatlich geprüfter Techniker aus einem SHK-Fachbetrieb und eine Planerin aus der Montageplanung eines Anlagenbauers. Beide arbeiteten nach wenigen Monaten eigenständig in laufenden Projekten. Die Rückfragen von den Baustellen zu ihren Plänen sind merklich seltener als bei früheren Einsteigern. Das Büro beteiligt sich wieder an Ausschreibungen und hat seitdem zwei Schulsanierungen gewonnen. Für die nächste Stelle in der Lüftungsplanung sucht das Büro bewusst wieder auf der ausführenden Seite.
Nachgefragt
- Was hat Sie im ersten Gespräch mit Talnovia überrascht?
- Dass die erste Frage nicht dem Gehalt galt, sondern wer bei uns Zeit zum Einarbeiten hat. Da musste ich ehrlich sagen: eigentlich niemand, und genau das war das Problem.
- Hatten Sie Bedenken, Leute ohne Planungserfahrung einzustellen?
- Große. Nach drei Wochen hat der Neue in einer Baubesprechung einen Leitungsweg beanstandet, der so auf der Baustelle nie gepasst hätte. Seitdem frage ich mich eher, warum wir das nicht früher gemacht haben.
- Wie hat Ihr Team auf die Mentorenrolle reagiert?
- Anfangs wurde über die Einarbeitungsstunden gestöhnt. Heute reißen sich die erfahrenen Planer fast darum, weil sie von den Neuen selbst etwas über die Baustelle lernen.
Name und Details sind zum Schutz der Beteiligten anonymisiert beziehungsweise verändert.
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